LS26 "ABC-Rüstungskontrolle"
Die Schweiz setzt sich für ein internationales Verbot und Eliminierung aller Kategorien von Massenvernichtungswaffen ein.
Überblick
Die Schweiz misst den internationalen Bemühungen zur Rüstungskontrolle sowie zur Verhinderung der Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen grosse Bedeutung bei. Als Institut im Dienst der nationalen und internationalen Sicherheit trägt das Labor Spiez dazu bei, die Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen zu reduzieren. Es unterstützt die Umsetzung und Vorbereitung internationaler Verträge und Regime zur Abrüstung und Rüstungskontrolle insbesondere durch folgende Leistungen:
- Technische Beratung für das VBS, EDA und WBF
- Fachliche Expertisen für Schweizer Delegationen in internationalen Abrüstungs- und Exportkontrollverhandlungen
- Fachtechnische Vertretung der Interessen der Schweiz in internationalen Abrüstungs- und Exportkontrollgremien
- Unterstützung der zuständigen Schweizer Behörden im Bereich der Exportkontrolle
- Teilnahme an Mess-, Feld- und Table-Top-Übungen sowie Erfüllung zugewiesener Aufgaben innerhalb der nationalen Behörden
- Erarbeitung von Stellungnahmen im Rahmen von Ämterkonsultationen
- Sensibilisierung zu Dual-Use-Fragestellungen
Kontakt: Dr. Cédric Invernizzi
Rüstungskontrolle Biologie
Der Bereich Rüstungskontrolle Biologie befasst sich mit Massnahmen der biologischen Abrüstung, der Rüstungskontrolle biologischer Waffen sowie der Exportkontrolle von Dual-Use-Gütern. Ein zentraler Auftrag ist die Unterstützung bei der Umsertzung internationaler Abkommen und Regime, insbesondere des Biowaffenübereinkommens (BWÜ) sowie des Exportkontrollregimes der Australiengruppe.
Der Schwerpunkt liegt auf der fachlichen Beratung Schweizer Delegationen in internationalen Verhandlungen sowie auf der Unterstützung der nationalen Behörden, die mit der Umsetzung und Einhaltung dieser Abkommen betraut sind. Dazu gehört insbesondere die Sicherstellung des jährlichen Reportings der Schweiz an die Vertragsstaaten des BWÜ im Rahmen der vertrauensbildenden Massnahmen. Zudem nimmt der Fachbereich an den Verhandlungen der Australiengruppe teil und unterstützt die zuständigen Behörden bei der Umsetzung der entsprechenden Exportkontrollregime.
Im Rahmen der Aktivitäten zum UN-Generalsekretärsmechanismus (UNSGM) befasst sich der Bereich Rüstungskontrolle Biologie mit dem Auf- und Ausbau eines internationalen Labornetzwerks, das sich forensischen Fragestellungen widmet. Ziel ist es, bei mutmasslich vorsätzlichem Einsatz von Biowaffen eine wissenschaftlich fundierte Zuordnung zu möglichen Ursprüngen zu ermöglichen.
Kontakt: Dr. Maximilian Brackmann
Rüstungskontrolle Chemie
Die Rüstungskontrolle Chemie ist zuständig für die Massnahmen der Export- und Rüstungskontrolle gegen die Verbreitung chemischer Waffen und unterstützt die Umsetzung multilateraler Abkommen. Zu den Kernaufgaben zählen die fachliche Beratung Schweizer Delegationen sowie die Unterstützung von Bundesstellen, die mit der Umsetzung dieser Verträge betraut sind.
Die Rüstungskontrolle Chemie ist Teil der Nationalen Behörde des Chemiewaffenübereinkommens (CWÜ) unter der Federführung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Sie ist zudem verantwortlich für die Erhebung, Konsolidierung und fristgerechte Meldung der Deklarationen der chemischen Industrie sowie des Labor Spiez an die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) gemäss den Vorgaben des CWÜ.
Als Mitglied der Begleitteams nimmt die Rüstungskontrolle Chemie an Routineinspektionen der OPCW auf Schweizer Gebiet teil und stellt dabei die technische Beratung sowie die fachliche Unterstützung sicher.
Kontakt: Andreas Zaugg
