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Veröffentlicht am 28. Juli 2026

LS26 "NATO"

Das Labor Spiez engagiert sich im Rahmen der NATO-Partnerschaft für den Frieden in der internationalen CBRN-Zusammenarbeit.

NATO-Hauptquartier in Brüssel

Partnerschaft für Frieden

Das Labor Spiez arbeitet im Rahmen der NATO-Partnerschaft für den Frieden (Partnership for Peace) eng mit der NATO im Bereich der CBRN-Verteidigung (Chemisch, Biologisch, Radiologisch, Nuklear) zusammen. Diese Kooperation ermöglicht es dem Labor Spiez, sein wissenschaftlich-technisches Fachwissen international einzubringen und aktiv an der Weiterentwicklung zukünftiger Standards, Methoden und Ausrüstungen mitzuwirken.

Durch die Mitarbeit in der Joint CBRN Defence Capability Development Group der NATO beteiligt sich das Labor Spiez an der Erarbeitung von Anforderungen und Standards für Detektionsgeräte, Dekontaminationsmittel, Schutzausrüstung sowie an der Ausgestaltung von CBRN-Übungen. Ein wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit ist die Teilnahme an internationalen Vergleichsmessungen, bei denen das Labor Spiez seine Prüf- und Analyseergebnisse mit denen anderer Staaten vergleichen und validieren kann.

Obwohl die Schweiz kein NATO-Mitglied ist, erhält sie durch ihre Teilnahme an der Partnerschaft für den Frieden Zugang zu den fachlichen Arbeitsgruppen (Panels) der NATO sowie zu relevanten NATO-Standards. Das Labor Spiez ist in mehreren fachlichen Panels der Joint CBRN Defence Capability Development Group aktiv vertreten:

  • Physical Protection Panel (PPP) – zuständig für den physikalischen CBRN-Schutz und Schutzausrüstung
  • Detection, Identification and Monitoring Panel (DIMP) – mit Fokus auf Detektions-, Identifikations- und Überwachungssysteme
  • Hazard Management Panel (HMP) – zuständig für Fragen der Dekontamination und Gefahrenbewältigung
  • Challenge Level Panel (CLP) – befasst sich mit der Bewertung von Gefährdungslagen anhand von Ausbreitungsrechnungen, um die zu erwartende Gefährdung bei definierten Szenarien und Distanzen abzuschätzen