Medieninformationen
Projektstart für das Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK)
Das Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK) wird bis 2035 das bestehende Polycom-Netz ablösen und künftig die sichere Kommunikation von Bund, Kantonen und Betreibern kritischer Infrastrukturen gewährleisten. Mit der Unterzeichnung des Projektinitialisierungsauftrags haben die Bundesräte Martin Pfister und Beat Jans gemeinsam mit Landesfähnrich Jakob Signer (AI), Präsident der RK MZF, und Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi (NW), Präsidentin der KKJPD, den Startschuss für das Projekt gegeben. Damit startet das VBS gemeinsam mit den Partnern des Sicherheitsverbundes Schweiz (SVS) die Projektplanung und Durchführung für das Vorprojekt Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK). Per Ende 2025 wurde die Projektverantwortung dem Kommando Cyber zugewiesen.
Bundesrat modernisiert Alarmierung der Bevölkerung
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Multikanalstrategie für die Information, Warnung und Alarmierung der Bevölkerung zur Kenntnis genommen und die Stossrichtung der weiteren Arbeiten festgelegt. Künftig sollen Information, Warnung und Alarmierung über mehrere Kanäle erfolgen, insbesondere durch die Einführung der Handyalarmierung («Cell Broadcast») sowie die Weiterentwicklung bestehender Instrumente wie der Alertswiss-App und -Webseite. Zugleich hat der Bundesrat entschieden, die Aufhebung des Notfallradios IBBK vorerst zurückzustellen. Es soll vertieft geprüft werden, wie die Information der Bevölkerung in Schutzräumen künftig via Radio sichergestellt werden kann. Im Übrigen wird die Vernehmlassungsvorlage unverändert übernommen, einschliesslich der Übertragung der Zuständigkeit für die Sirenen vom Bund an die Kantone. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS soll dem Bundesrat bis Ende 2026 die entsprechende Botschaft vorlegen.
Nationale Aeroradiometrie-Kampagne: Messung von Radioaktivität aus der Luft
Vom 15. bis 18. Juni 2026 führt die Nationale Alarmzentrale (NAZ) des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BABS) ihre jährlichen aeroradiometrischen Messflüge durch. Aeroradiometrie beschreibt die Messung von Radioaktivität aus der Luft. Die Flüge dienen dazu, die Einsatzbereitschaft des Aeroradiometrie-Teams und seiner Ausrüstung sicherzustellen sowie Referenzdaten zur Radioaktivität in verschiedenen Regionen der Schweiz zu erheben.
Längere Testphase: Go-Live von IES NG wird auf Mai 2027 verschoben
Das neue Informations- und Einsatzsystem New Generation (IES NG) für das Gesundheitswesen sollte ursprünglich im Oktober 2026 live gehen. Nun wird das Go-Live um einige Monate auf den Mai 2027 verschoben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) hat diese Entscheidung auf Antrag mehrerer Partner gefällt, damit noch mehr Tests unter realen Bedingungen durchgeführt werden können.
Brandkatastrophe Crans-Montana: Alle Patientinnen und Patienten in die Schweiz rückverlegt
Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana wurde ein Teil der Verletzten in Spezialkliniken im Ausland behandelt. Inzwischen konnten alle Patientinnen und Patienten mit Lebensmittelpunkt in der Schweiz rückverlegt werden. Die beteiligten Spitäler und Rehabilitationskliniken stehen weiterhin in engem Austausch, um eine optimale Anschlussbehandlung in der Schweiz sicherzustellen.
Dienstbüchlein wird per 1. Juni 2026 abgelöst
Die Schweizer Armee und der Zivilschutz ersetzen das physische Dienstbüchlein per 1. Juni 2026 durch digitale Lösungen. Künftig werden die relevanten Informationen über den Dienstmanager beziehungsweise den Dienstmanager Zivilschutz (DIM ZS) bereitgestellt – die zentralen Plattformen zur Verwaltung des Militär- und Zivilschutzdienstes.